Hochwasser- und Starkregenschutz in Erftstadt


Die Flutkatastrophe vom Juli 2021 hat tiefe Spuren hinterlassen - in der Infrastruktur der Stadt, aber auch in den betroffenen Menschen selbst. Damit der Schutz der Stadt vor Hochwasser angepasst wird, haben eine Arbeitsgruppe der Stadtverwaltung Erftstadt und der neu gegründete Verein „Hochwasser Initiative Erftstadt" vereinbart, für die Erarbeitung eines modernen Hochwasser- und Starkregenmanagementsystems eng zu kooperieren. Hier finden Sie aktuelle Informationen

24.03.2022:

Fragebogenaktion startet am 02.04.2022


Seit Anfang des Jahres arbeiten die Stadtverwaltung Erftstadt, die Hochwasserinitiative Erftstadt, die Untere Wasserbehörde des Rhein-Erft-Kreises und der Erftverband an einem Runden Tisch zusammen. Ziel ist es, ein modernes Hochwasser- und Starkregenmanagementsystem auch für das Erftstädter Stadtgebiet zu errichten.

„Wir haben hier eine sehr komplexe Aufgabenstellung vor uns“, sagt der designierte technische Beigeordnete Dirk Schulz „und es ist einmalig wie wir zurzeit, sogar kreisübergreifend, zusammenarbeiten“. Nach den ersten vier Treffen in diesem Jahr ist der Grundstein gelegt. Ein Fragebogen zur Ermittlung der Grunddaten der Flutfolgen ist fertiggestellt. „Nach Auswertung der Befragungen der Bürgerschaft werden wir ein detaillierteres Lagebild haben, das wir dringend brauchen; und deshalb ist es jetzt sehr wichtig, dass wir schnell möglichst viele Fragebögen zurückbekommen“, ergänzt Ulrich Eckhoff von der Hochwasser Initiative Erftstadt.

Nach intensiver Vorbereitung kann es jetzt losgehen: ab dem 2. April 2022 werden Vertreter:innen der Initiative auf die Bürgerinnen und Bürger zukommen, um die Detailinformationen der Flutkatastrophe mit diesem offiziellen Fragebogen zu ermitteln. Diese Informationen neben anderen Grundlagen werden dann die Basis sein für die Maßnahmen, die durch die Stadt Erftstadt oder auch durch den Erftverband umgesetzt werden.

Neben der Datenerhebung erfolgt derzeit auch die Abstimmung des Förderprozesses mit der Bezirksregierung und nach Auswertung der Fragebögen die Skizzierung von Lösungsideen und deren Überprüfung durch den Erftverband. Danach beginnt die Phase der Realisierung.

„Unser aktueller Zeitplan lautet: „Erhebung der Daten bis Ende Mai 2022, Sammlung, Auswertung und Erarbeitung von Lösungsansätzen im Sommer 2022. Auf Grundlage dieser und anderer Informationen soll die Erstellung eines Starkregenkonzeptes sowie die Erarbeitung des Hochwasserschutzkonzeptes in enger Abstimmung mit allen Beteiligten erfolgen“, erläutert Ulrich Eckhoff.

Der Fragebogen kann von der Homepage der Initiative oder hier bezogen werden:
http://www.downloads-erftstadt.de/fragebogen-hochwasser-starkregenschutz/download


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25.01.2022:

Es wird ein Runder Tisch eingerichtet, der ab sofort regelmäßig zusammenkommt und je nach Aufgabenstellung die erforderlichen Fachleute hinzuzieht. Dies betrifft sowohl die kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen wie z. B. Wall- und/oder Polderbau als auch die nachhaltig langfristigen Maßnahmen wie z. B. eine Aufforstung oder die Renaturierung von Flussläufen.

Alle Beteiligten sind der Überzeugung, dass das gemeinsame Ziel nur überregional erreicht werden kann. Deshalb wird auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Erftverband, der Kreisverwaltung und den Nachbarkreisen bzw. Nachbarkommunen angestrebt.

Alle Maßnahmen werden dabei im normalen Bürgerbeteiligungsverfahren umgesetzt, so dass die Bevölkerung die Gelegenheit bekommt, sich auf diesem Weg direkt am Verfahren zu beteiligen.

Auf den Internetseiten der Stadt Erftstadt und der Hochwasser Initiative wird der Fortschritt der Arbeiten des Runden Tisches öffentlich kommuniziert. Auf der Website der Hochwasser Initiative können zudem Fragen und/oder Anregungen direkt übermittelt werden.