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Stadt Erftstadt

75 Jahre Grundgesetz und 75 Jahre Bundesrepublik Deutschland

Statement von Bürgermeisterin Carolin Weitzel zum Jahrestag der Verkündung des Grundgesetzes im Parlamentarischen Rat am 23. Mai 1949.

Die Unterzeichnung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 war gleichzeitig die Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland. Unsere Verfassung und unser Land blicken damit auf eine 75jährige bewegte Geschichte in Frieden und Freiheit zurück.

Das Grundgesetz mit seinem Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung war die Antwort auf das dunkelste und katastrophalste Kapitel der deutschen Biographie, von dem unser Land mit der Niederlage des Nationalsozialismus am 8. Mai 1945 befreit wurde.

Vollendet wurde der Geist der Freiheit, der Demokratie und der Menschenrechte für alle Deutschen mit der „friedlichen Revolution“ mit der Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990.

Nie wieder sollen auf deutschen Boden Nationalsozialismus, Krieg, Rassismus und Antisemitismus möglich sein.

Mit der Unantastbarkeit der Menschenwürde in Artikel 1 GG wurde ein deutliches Bekenntnis gesetzt, dass alle Menschen, gleichgültig welcher Herkunft, Religion oder Hautfarbe oder welchen Geschlechtes, frei und gleich sind.

Demokratie und Freiheit bestehen jedoch in erster Linie nicht aus Privilegien, sondern aus Pflichten. Sie sind nur so stark, wie wir uns für sie stark machen.

Wir alle sind verantwortlich für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung. Verantwortung heißt im besten Sinne Antwort geben für das persönliche Tun oder Unterlassen: sich selbst, der Familie, der Gesellschaft und der Natur. Die sachliche Auseinandersetzung ist konstitutiv für eine Demokratie, denn sie ermöglicht den Wettbewerb der Ideen und Lösungen und dient der Vielfalt in unserem Land. 

Ihre
Carolin Weitzel

Erftstadt erinnert an die Mütter des Grundgesetzes.

Zur Ausstellungseröffnung über die vier weiblichen Mitglieder des Parlamentarischen Rates sagte Bürgermeisterin Carolin Weitzel anlässlich der Eröffnung am 16.05.2024: 

Die vier Damen des Parlamentarischen Rates, sind die „Mütter des Grundgesetzes“. Helene Weber, Elisabeth Selbert, Friederike Nadig und Helene Wessel haben entscheidend den Weg für die modernen Frauen bereitet und damit die Gesellschaft gerechter gemacht. Ihr Wirken muss uns Auftrag und Verantwortung sein.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Archiv der Helene Weber Stiftung
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