Inhalt anspringen

Stadt Erftstadt

„Grasparcours“ informiert über Risiken und Gefahren von Cannabis

Erftstadt setzt auf Suchtprävention und Jugendschutz.

Meldung vom 28.06.2024

Im Zuge einer Aufklärungskampagne vom 03. bis 07. Juni 2024 in der Aula Lechenich und vom 24. bis 28. Juni 2024 in der Aula der Realschule in Liblar wurden Schüler:innen der neunten Klassen der Realschulen, der Gymnasien und der Waldorfschule in Erftstadt über die Risiken und Gefahren von Cannabis aufgeklärt. Dabei wurde in zielgruppenorientierter Sprache über die Droge informiert und unter anderem auch Rauschzustände durch realitätsverzerrende Rauschbrillen simuliert, die den rund 450 Jugendlichen eine eindrucksvolle Erfahrung der Auswirkungen von Cannabis ohne dessen tatsächlichen Konsum ermöglichte. 

Cannabis ist neben Nikotin und Alkohol die am häufigsten von Jugendlichen konsumierte Droge. Oft verharmlost, kann der Konsum jedoch vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen Antriebslosigkeit, Gedächtnisbeeinträchtigungen oder sogar Psychosen auslösen. Trotz der grundsätzlichen Legalisierung von Cannabis für Erwachsene seit dem 01. April 2024 bleibt der Besitz für Jugendliche verboten und wird bis zu einer bestimmten Grenze als Ordnungswidrigkeit bewertet. Daher ist ein verstärkter institutionalisierter Gesundheitsschutz für Kinder und Jugendliche dringend notwendig.

Die Veranstaltung wurde von der Fachstelle für Suchtprävention Hürth der Drogenhilfe Köln gGmbH in Kooperation mit dem Runden Tisch für Suchtprävention und Drogenmissbrauch Erftstadt durchgeführt. Der Runde Tisch, unter Leitung des Amtes für Jugend und Familie, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Jugendliche frühzeitig über die Gefahren aufzuklären und problematische Suchtkarrieren zu verhindern. Zu dem multiprofessionellen Netzwerk gehören Vertreter:innen der Schulen, der Jugendhilfe, der Gesundheitshilfe sowie der Polizei. 

Anlässlich des „Internationalen Tags gegen Drogenmissbrauch“ wurde das Projekt am 25. Juni 2024 in der Aula des Schulzentrums in Liblar der Öffentlichkeit vorgestellt. Bürgermeisterin Carolin Weitzel, der Erste Beigeordnete Jörg Breetzmann, Jugendamtsleiterin Claudia Falk-Trude, Ralf Wischnewski von der Fachstelle für Suchtprävention Hürth sowie Vertreter:innen der Schulen und Schüler:innen waren anwesend und berichteten über die positiven Erfahrungen und Erfolge des „Grasparcours“. 

Die Bürgermeisterin lobte die Aktionstage in den Schulzentren. Die intensive Auseinandersetzung mit den Folgen des Drogenkonsums für die Leistungsfähigkeit und Biografie der Konsumierenden sei wichtig, um jungen Menschen die Gefährlichkeit von Drogen zu verdeutlichen. 

Dieser umfasste sechs Stationen, die von zwei Gruppen parallel oder gemeinsam durchlaufen werden konnten. Der interaktive Parcours, begleitet von geschulten Suchtpräventionsfachkräften, dauerte zwei Schulstunden und ermöglichte den 450 Teilnehmenden eine kritische Auseinandersetzung mit Cannabis, die Reflexion der persönlichen Haltung und Verhaltensweisen sowie die Förderung von Lebens- und Lösungskompetenzen.

Seit 2019 analysiert das Netzwerk „Runder Tisch Suchtprävention und Drogenmissbrauch“ regelmäßig die aktuelle Situation und plant neue Maßnahmen. Derzeit entwickeln die Mitglieder ein Gesamtkonzept zur Suchtprävention und konkreten Hilfestellungen. Bürgermeisterin Carolin Weitzel bedankte sich ausdrücklich bei Nicole Dick vom Jugendamt der Stadt Erftstadt für die Koordination des Netzwerkes.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Erftstadt
  • Stadt Erftstadt
Diese Seite teilen: