Kindertagespflege

Kindertagespflege ist eine familiennahe Form der Kinderbetreuung. Sie bietet sich neben der Kindertageseinrichtung, als gleichrangige Betreuungsform, besonders für das Alter von 0-3 Jahren an. Sie ist hinsichtlich der qualitativen Voraussetzungen mit der Betreuung in einer Kindertageseinrichtung vergleichbar.

Kindertagespflege geht dabei  individuell auf die Bedürfnisse der Familien ein. Auf diesem Wege erhalten sie Unterstützung, um Erwerbstätigkeit, Ausbildung oder Studienzeiten und Kindererziehung miteinander zu vereinbaren.

Förderung der unterschiedlichen Betreuungsmöglichkeiten in der Kindertagespflege:

  • Kindertagespflege im Haushalt der Tagespflegeperson ist die häufigste Betreuungsform.  Die Tagespflegeperson ist selbstständig tätig und verfügt über geeignete Räumlichkeiten. Darüber hinaus ist Kindertagespflege in angemieteten Räumen möglich.
  • Zusammenschlüsse von zwei oder drei Kindertagespflegepersonen ist ein weiteres Betreuungsmodell (sog. Großtagespflegestellen). Hier werden bis zu 9 Kinder, meistens in angemieteten Räumen betreut.  
  • Tagespflege im Haushalt der Eltern: Die Tagespflegeperson wird von den Eltern angestellt. Bei dieser Betreuungsform  wird eine Anmeldung über die Minijobzentrale seitens der Eltern erforderlich. In diesen Fall sind die Eltern Arbeitgeber und weisungsbefugt.
  • Eine Randzeitenbetreuung kann bei Bedarf für Kinder bis 14 Jahren vor oder nach dem Besuch der Kindertagesstätte bzw. Offenen Ganztagsschule beantragt werden. Hier fällt ein zusätzlicher Elternbeitrag an.

Gesetzliche Grundlage

Ab Vollendung des ersten Lebensjahres haben Kinder Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege.

Die Kindertagespflege hat ihre gesetzliche Grundlage

Nach § 22 und § 23 SGB VIII (s. Anlage 1) ist die Kindertagespflege neben institutionellen Kindertageseinrichtungen ein Angebot der Jugendhilfe, zur Erziehung, Bildung und Betreuung der Kinder, wobei sich beide Angebote durch ein jeweils eigenständiges Profil auszeichnen.

Hinsichtlich der für die Eltern entstehenden Kosten ist die Kindertagespflege der Betreuung in einer Kindertageseinrichtung gleichgestellt.

Die Stadt Erftstadt zahlt lt. Ratsbeschluss den Kindertagespflegepersonen eine angemessene Geldleistung. Letztere verzichten auf Zuzahlungen von Seiten der Eltern (ausgenommen hiervon ist das Essensgeld).

Die Leistung der Stadt Erftstadt umfasst die Vermittlung des Kindes an eine geeignete Kindertagespflegeperson sowie die weitere fachliche Begleitung der Kindertagespflege (§ 23 Abs. 1 SGB VIII).


Kindertagespflege bietet

  • die Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern im Alter von 0-14 Jahren mit dem Ziel, dass sie sich zu eigenverantwortlichen und gemeinschafts­fähigen Persönlichkeiten entwickeln.
  • Eltern Unterstützung bei der Vereinbarung von Familie und Beruf, Ausbildung und Studium
  • Kinderbetreuung in familienähnlicher Form
  • individuelles Eingehen auf die Bedürfnisse von Kindern und Eltern
  • behutsames Erweitern der außerfamiliären Kontakte des Kindes
  • Kontakte zu anderen Kindern
  • ergänzende Kindertagespflege in den Randzeiten vor und nach der Kinder­tagesstätte oder der Offenen Ganztagsschule

In allen Fragen, die Kindertagespflege betreffend, informieren wir Sie gerne zu unseren Bürozeiten.

Bei der ersten Kontaktaufnahme  wird ein Termin für ein Beratungsgespräch bei der Vermittlungsstelle der Kindertagespflege im Jugendamt vereinbart.


Beratung und Vermittlung von Kindertagespflege

Gudrun Rose

Stadt Erftstadt - Amt für Jugend und Familie
Holzdamm 10, 50374 Erftstadt
Tel. 02235 / 409-235
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bürozeiten: Montag, Dienstag und Donnerstag jeweils von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Sie haben zwei Möglichkeiten der Vorgehensweise:
  1. Beratungsgespräch:

    Terminvereinbarung mit der Vermittlungsstelle des Amtes für Jugend und Familie.

    Bei diesem ersten Termin werden

    • wichtige Informationen zu den Rahmenbedingungen der Kindertagespflege besprochen,
    • die individuellen Bedürfnisse und der jeweilige Betreuungsbedarf der Familie erörtert.

    Berücksichtigt werden hierbei:

    • das Alter des Kindes,
    • der zeitlich gewünschte Rahmen,
    • Wohnort- oder Arbeitsplatznähe.

    Zur ersten Kontaktaufnahme und  zum Kennenlernen erhalten Sie auf Ihre persönliche Situation abgestimmt, Telefonnummern von Tagespflegepersonen.

  2. Eigenständige Kontaktaufnahme  zu Tagespflegepersonen

    Anschließend  vereinbaren Sie einen Termin zur Antragstellung im Amt für Jugend und Familie


    Für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Tagespflegeperson ist gegenseitige Akzeptanz/Sympathie und eine einheitliche Auffassung von Erziehungsvorstellungen eine wichtige Grundlage.


Antragstellung

Unter folgenden Voraussetzungen ist die Förderung in Kindertagespflege durch die "Gewährung einer laufenden Geldleistung" möglich:

  • Berufstätigkeit/ Ausbildung oder Schule/ Studium beider Elternteile.
    Bei Alleinerziehenden reicht der Nachweis des Elternteils, bei dem das Kind seinen dauernden Aufenthalt hat. Die Berechnung erfolgt nach den tatsächlich nachgewiesenen Arbeitszeiten, zuzüglich Fahrzeiten.
  • Eine Betreuungszeit von mindestens 15 Stunden für unter 3- Jährige, für Randzeiten mindestens 5 Stunden wöchentlich.
  • Das Betreuungsverhältnis ist mindestens für 3 Monate angelegt.

Anlagen zur Antragsstellung:


Bearbeitung des Antrages

erfolgt durch die Vermittlungsstelle der Abteilung Kindertagesbetreuung.

Nach Eingang aller erforderlichen Unterlagen und erfolgter Prüfung  erhalten Sie einen schriftlichen Bescheid.

Die Eingewöhnungszeit startet 2-4 Wochen vor Beginn der Betreuung. Sie wird nach Absprache zwischen Tagespflegeperson und Eltern sehr individuell gestaltet. Diese sollte nach Möglichkeit nicht durch Urlaub oder Krankheit unterbrochen werden, damit für das Kind eine kontinuierliche Eingewöhnung möglich ist.

Mit Beginn der Eingewöhnung wird der Elternbeitrag fällig.


Informationen zu den  Tagespflegepersonen

Tagespflegepersonen in Erftstadt verfügen über:

  • 160 Stunden Qualifikation für die Kindertagespflege bei einem anerkannten Bildungsträger,
  • eine Pflegerlaubnis von der Vermittlungsstelle für Kindertagespflege des Amtes für Jugend und Familie,
  • einen Erste-Hilfe-Kurs am Kind (Auffrischung alle 2 Jahre),
  • kindgerechte Räumlichkeiten,
  • persönliche Geeignetheit,
  • soziale Kompetenz im Umgang mit Kindern und Eltern,
  • Sachkompetenz,
  • Kooperationsbereitschaft,
  • körperliche und psychische Gesundheit,
  • eine fachliche Konzeptionsbeschreibung,
  • gute Deutschkenntnisse.

Die Tagespflegepersonen arbeiten kontinuierlich mit der Vermittlungsstelle zusammen und nehmen außerdem teil an

  • Tagespflegetreffen,
  • weiterführender Fortbildung / Qualifikation
  • Die Tagespflegepersonen  haben die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Supervisionsgruppe

Sie haben Interesse Tagespflegeperson zu werden?

Kindertagespflege ist eine Betreuungsform, die gleichrangig neben der Betreuung in der Kindertagesstätte und Offenen Ganztagsschule angeboten und gefördert wird.

nach dem SGB VIII § 43 müssen alle Personen, die

  • ein oder mehrere Kinder
  • mehr als 15 Stunden pro Woche
  • gegen Entgelt
  • und länger als 3 Monate

betreuen, beim Amt für Jugend, Familie und Soziales eine Pflegeerlaubnis bean­tragen.

Um die Qualität in der Tagespflege sicherzustellen, werden folgende Anforderungen an die Tagespflegeperson gestellt:

  • Die Tagespflegeperson zeichnet sich durch ihre Persönlichkeit, Sach­kompe­tenz und ihre Kooperationsbereitschaft mit Erziehungsberechtigten, anderen Tagespflegepersonen und dem Amt für Jugend, Familie und Soziales aus.
  • Sie verfügt über kindgerechte Räumlichkeiten (ausreichend Platz, Spiel- und Rückzugsmöglichkeiten, Hygiene und Sicherheit im Haushalt).
  • Sie absolviert einen Qualifizierungskurs von mindestens 160 Stunden und ver­fügt über vertiefte Kenntnisse über die Anforderungen der Kindertages­pflege (siehe unten).
  • Sie besucht regelmäßig, die durch die Vermittlungsstelle der Tagespflege organisierten  Treffen der  Tagespflegegruppe, Super­vision. sowie weiterführende Fort­bildungen.
  • Sie hat einen mind. 16 Stunden umfassenden Erste-Hilfe-Kurs am Kind ab­solviert.

Der erste Schritt zur Tätigkeit als Tagespflegeperson ist immer ein Anruf bei der Vermittlungsstelle im Amt für Jugend, Familie und Soziales der Stadt Erftstadt. Hier erhalten Sie nähere Auskünfte über die wichtigsten Rahmenbedingungen.

Die erforderliche Schritte zur Antragsstellung der Pflegeerlaubnis

  • Informations- und Beratungsgespräch mit Ihrer zuständigen Fachkraft Gudrun Rose /  Elisabeth Schulte
  • Hausbesuch zur Überprüfung der Räumlichkeiten
  • Einreichen folgender Unterlagen:
    • Bewerbungsschreiben
    • Lebenslauf mit Foto
    • Erweitertes Führungszeugnis nach § 30a Abs. 2 BZRG
    • Ärztliche Bescheinigungen für alle im Haushalt lebenden Familienmitglieder
    • Antrag auf Pflegeerlaubnis
  • 160 Stunden Qualifizierungsmaßnahme durch einen anerkannten Bildungsträger
  • Erarbeitung einer eigenen Konzeption zur Tätigkeit in der Tagespflege

Zuständig für Tagespflegepersonen

Julia van de Loo

Stadt Erftstadt - Amt für Jugend und Familie
Holzdamm 10, 50374 Erftstadt
Tel. 02235 / 409-616
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Bürozeiten: Montag, Dienstag, Mittwoch jeweils von 8.30 - 13.00 Uhr

Zuständig für die Stadtteile:
Lechenich, Ahrem, Konradsheim, Dirmerzheim, Gymnich, Herrig, Erp

Yvonne Sons

Stadt Erftstadt - Amt für Jugend und Familie
Holzdamm 10, 50374 Erftstadt
Tel. 02235 / 409-245
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bürozeiten: Montag und Dienstag von 08.00 - 16.00 Uhr, Freitag von 08.00 - 13.00 Uhr

Zuständig für die Stadtteile:
Liblar, Blessem, Bliesheim, Friesheim, Borr, Niederberg, Scheuren, Köttingen, Kierdorf