Fair-Trade-Stadt

Erftstadt auf dem Weg zur Fair-Trade-Stadt

fair trade town webNoch müssen einige Hürden überwunden werden, damit Erftstadt auf die Auszeichnung zur Fair-Trade-Stadt hoffen darf. Aber die Steuerungsgruppe um Günter Ohrner, Vorsitzender des Nord-Süd-Forums und Mitbegründer des Weltladens in Lechenich, freut sich über die Fortschritte, die gemacht wurden seit die CDU im August 2014 den Antrag gestellt hat, die Stadt solle sich um den Titel bewerben.

Insgesamt müssen dafür fünf Kriterien erfüllt werden, die TransFair, Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt, vorgibt und überprüft.

Das erste Kriterium ist der Ratsbeschluss der Stadt zur Unterstützung des Fairen Handels; das zweite die Gründung einer Steuerungsgruppe, die die Aktivitäten vor Ort koordiniert.
Drittens müssen in einer Kommune von der Größenordnung Erftstadts in mindestens elf Einzelhandelsgeschäften und in sechs Cafés, Restaurants, Bistros, Kantinen etc. auch jeweils mindestens zwei Produkte aus dem Fairen Handel angeboten werden. Hier hat Erftstadt noch Nachholbedarf und daher bittet Günter Ohrner die Inhaber von Gastronomiebetrieben sich zu melden und mitzumachen. So verhelfen sie den Menschen, die die Waren in den sogenannten Drittweltländern produzieren zu einem gerechten Entgelt, von dem sie ihren Lebensunterhalt auch bei schwankenden Weltmarktpreisen gut bestreiten können.
Weitere verbindliche Standards, die an die Vergabe eines der offiziellen Fair-Handels-Siegel wie Gepa oder Fairtrade für fair gehandelte Waren gebunden sind, sind angemessene Arbeitsbedingungen und -zeiten, ein Diskriminierungsverbot sowie das Verbot von ausbeuterischer Kinder- und Zwangsarbeit. Gemeinschaftsprojekte und das Mitbestimmungsrecht der Produzenten sind ebenso Kriterien des Fairen Handels wie die Förderung der ökologisch nachhaltigen Landwirtschaft und das Verbot von gentechnisch verändertem Saatgut. Die Qualität und Vielzahl der Produkte überzeugt gleichfalls, so dass Handel und Gastronomie vor Ort nicht nur die steigende Nachfrage nach fair produzierten und gehandelten Produkten erfüllen können, sondern auch den Geschmack ihrer Kunden treffen. In vielen Vereinen, Schulen und Kirchengemeinden ist es daher schon selbstverständlich, dass fair gehandelter Kaffee, Tee, Orangensaft, Gebäck oder Zucker bei Veranstaltungen ausgeschenkt oder verkostet wird. Daher wird das vierte Kriterium, das genau diese Einbindung der Zivilgesellschaft voraussetzt, kein Problem für Erftstadt darstellen.
Auch die Öffentlichkeitsarbeit als fünftes Kriterium nimmt Fahrt auf. Der Flyer "Wir handeln FAIR", der speziell die Gastronomiebetriebe anspricht und über die Vorteile und Bezugsmöglichkeiten für Faire Produkte informiert, ist ein Beispiel dafür.

Flyer "Wir handeln FAIR"
Flyer "ÖKO- und FAIRTRADELOGOS und ihre Bedeutung"

Alle, die sich der Kampagne anschließen wollen, sind eingeladen mitzumachen.

Infos und Ansprechpartner:

Günter Ohrner (Vorsitz): 02235/73633

Dr. Kerstin Engelhardt (Umwelt- und Planungsamt): 02235/409322; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!