Burg Konradsheim

Burg KonradsheimNur einen Kilometer von der Landesburg Lechenich entfernt liegt direkt an der L 162 die Wasserbug Konradsheim. Sie gilt als Beispiel einer spätmittelalterlichen Burganlage. Von der ehemaligen Befestigung sind nur noch Reste erhalten, doch das Wohnhaus ist wenig verändert. Notwendige Restaurationen wurden möglichst originalgetreu rekonstruiert.

Direkt neben der Burg befindet sich der 18-Loch-Golfplatz Golf BURGKONRADSHEIM.


Geschichte

Burg KonradsheimBurg Konradsheim wurde als befestigtes Haus von Ritter Arnold von Buschfeld erbaut. Im Jahre 1337 übertrug er für 400 Gulden dem Kölner Erzbischof Walram von Jülich das Offenhausrecht, das dem Erzbischof erlaubte, das befestigte Haus jederzeit zu benutzen.
Nach Arnolds Tod musste sich sein Nachfolger im Jahre 1354 verpflichten, die Befestigungsanlage, Mauern, Zinnen, Wehrgänge, bis zur niedersten Fensterbank niederlegen zu lassen. Erhalten blieb das Wohnhaus, ein rechteckiger zweigeschossiger Bau mit Stufengiebel und zwei flankierenden Ecktürmen, die als Treppentürme gebaut sind. Burg Konradsheim gelangt nach mehrmaligem Besitzerwechsel an die Familie Haes (Hase) von Konradsheim. Im Jahre 1548 wurde das Haus grundlegend restauriert. Dabei wurde auch er spätgotische Erker aus rotem Sandstein, der schon Renaissanceformen aufweist, angebaut. Durch Heirat kam die Burg an die Familie von Loe zu Wissen bei Kleve. Da die Familie nicht auf Burg Konradsheim wohnte, unterblieben notwendige Reparaturen und Teile der Burg zerfielen.

1938 erwarb die Provinzialverwaltung, dessen Nachfolgerin der Landschaftsverband ist, Burg Konradsheim von der Familie von Loe. Der nordöstliche Nebenflügel des Torhauses mit einem gotischen Erker wurde in den 1960er Jahren wiederaufgebaut. Er diente als Dienstwohnung des Landeskonservators Wesenberg. Die Innenräume der Burg, die in einem desolaten Zustand waren, wurden umfassend restauriert. 1976 wurde die Burg an die Familie Neisse verkauft.